Mittwoch, 12. August 2020

Lagos - bei Nebel und Nacht

Portimao - Lagos 7,8 sm 
gesamt 2. Sabbatical 57,7 sm 
seit Start in Hamburg insgesamt 4.031,2 sm



Am Freitag, 07.08.2020, legen wir in Portimao erst gegen 1300h ab. Es sind nur wenige Meilen bis Lagos und in der Einfahrt ist eine Barre, die wir gern bei höherem Wasserstand passieren möchten. Hochwasser ist gegen 1700h. Über uns und dem Land ist heiterer Himmel mit einigen wenigen Wolken. Der Wind weht aus SSE mit 3-4 Bft. Richtung Atlantik ist es diesig. Wir rollen nur das Vorsegel aus und kommen damit gut voran. Innerhalb von wenigen Minuten ziehen um 1545h Nebelschwaden vom Atlantik über uns hinweg Richtung Land.



Wir rollen das Vorsegel ein, stellen den Motor an und erreichen die Einfahrt in den Fluss zum Hafen, die wir gerade noch erkennen können.



Am Reception-Ponton scheint dann wieder die Sonne.



Wir wollen eine Woche hierbleiben und bekommen einen ruhigen Liegeplatz abseits des Trubels.



Auch während des folgenden Landgangs ziehen weiterhin Nebelfelder über uns hinweg.




Mit der feuchten Luft fällt die Temperatur um gut 10°. Damit ist es zwar immer noch 20° Lufttemperatur, aber wir frieren bereits. Gegen Abend zieht sich der Nebel auf das Meer zurück.



So machen wir noch einen Abendspaziergang durch Lagos.








Es bleibt für unsere Verhältnisse kalt. Das ist die Gelegenheit, an Bord die Heizung auszuprobieren. Sie ist seit eineinhalb Jahren nicht mehr gelaufen - und springt sofort an.

Mittwoch, 5. August 2020

Herrlicher Segeltag und Portimao

Albufeira - Portimao 16,9 sm 
gesamt 2. Sabbatical 49,9 sm 
seit Start in Hamburg insgesamt 4.023,4 sm



Nach dreieinhalb Tagen in Albufeira haben wir alles gesehen. Ein Grund dorthinzufahren ist das Versprechen auf der Website gewesen, dass es eine Absauganlage für Schmutzwasser geben soll. Unser Tank ist nämlich wieder dicht - und voll. Trotz vorheriger telefonischer Nachfrage hat man bestätigt, dass die Anlage auch funktionieren soll. Dies ist aber leider nicht der Fall und ein desinteressierter Marinero wedelt einmal mit dem Absaugschlauch, zuckt mit den Schultern und geht weg. 

Die nächste funktionierende (!) Anlage ist in Portimao. Daher segeln wir am Donnerstag, 30.07.2020, dorthin. Widererwarten haben wir traumhafte Segelbedingungen. Mit leicht geschrickten Schoten kommen wir bestens voran. Und wir können bei moderaten Wetterbedingungen prüfen, dass wir alles richtig aufgetakelt haben.




Die Stömung läuft leicht gegenan. Wir kommen dennoch mit einem Anlieger entlang der Küste in einem Schlag von Hafen zu Hafen. Wir haben beeindruckende Aussichten auf die Felsen und Höhlen, die von Land aus kaum zugänglich sind.





Nach dreieinhalb Stunden traumhaften Segelns bei leichtem warmen Wind kommt Portimao in Sicht.



Beim Einckecken vereinbaren für Freitag bei Hochwasser einen Absaugtermin.



Aus dem "mal eben den Tank leersaugen" wurde eine eineinhalbstündige Saug- und Spülaktion. Zum Glück haben wir einen ausgesprochen geduldigen und freundlichen Mitarbeiter an der Pumpe, der von noch länger andauernden Saugaktionen erzählte. Wir haben ihm natürlich gern zugehört ... Hauptsache die Pumpe läuft. Danach habe ich dann meinen "Lieblingsplatz" in der Backskiste bezogen und gut fünf Stunden lang die Anlage umgebaut. Nun funktioniert die Entsorgung hoffentlich störungsfrei. Mein Lehrgeld - ich hätte den Umbau bereits auf dem Hardstand machen sollen.


Die folgenden Tage verbringen wir mit Einkaufsgängen in die Stadt. Supermärkte etc. sind fußläufig mindestens 30 Minunten vom Yachthafen entfernt. Schön ist die Promenade am Fluss Arade zu gehen, um in die Stadt zu kommen, ...




... vorbei an der alten Fischkonservenfabrik (heute Museum, wegen Corona leider geschlossen) ...



... mit dem historischen Kran ...



... und der Seilbahn mit geflochtenen Fischkörben zum Transport vom Fischkutter an Land.


Entlang der Promenade haben Bildhauer ihre Kunstwerke aufgebaut:





Natürlich darf ein Strandspaziergang entlang der Felsen und Höhlen nicht fehlen. Der Strand ist vom Yachthafen aus gut zu erreichen.



Der Strandgang sollte bei Niedrigwasser gemacht werden, da man dann außen um die Felsen herum- sowie durch Torbögen und in Höhlen gehen kann.











Uns hat es hier in Portimao erneut gut gefallen. Die Felsenalgarve ist abwechslungsreicher als die Sandalgarve. Wir werden noch einige Wochen hierbleiben und unseren Häwelmann als schwimmende Unterkunft an schönen Orten nutzen. Viel Neues erkunden und "Meilen machen" ist zzt. nicht möglich. Corona bremst uns aus - wir machen das Beste daraus und sind froh, dass wir überhaupt unterwegs sein können.

Sonntag, 2. August 2020

Landgang in Albufeira

Albufeira 0,0 sm 
gesamt 2. Sabbatical 33,0 sm 
seit Start in Hamburg insgesamt 4.006,5 sm

Hafeneinfahrt und Kanal in den Yachthafen
Yachthafen
Kilometerlange Promenade an der Felsenkante
Fahrstuhl an den Strand
Bei bestem Sommerwetter wenig Betrieb

Typisch portugiesische Pflasterungen

Fast leere Einkaufsstraßen
Zurück im Yachthafen